Dienstag, 01. Dezember 2020

 

 

 

 

 

Napoleon in Hollabrunn – Sieg im Zeichen der Kavallerie

2. bis 6. August 2006
Österreichs größte historische Veranstaltung

Nach dem großen Erfolg von „Napoleon im Hollabrunn“ im Vorjahr haben wir unser Konzept noch weiter entwickelt: 230 Darsteller, knapp 8.000 Besucher, 35 historische Marktstände, 40.000 m2 Spielfeld sind noch nicht genug!

Vor der großen Publikumsveranstaltung wird es ein eigenes Programm ausschließlich für aktive Reenacter geben.

Höhepunkt ist der 1. Hollabrunner Reenacter-Preis. Das Reglement der Bewerbe ist einzigartig – eine enorme Herausforderung für experimentelle Archäologen!

Auf zumGefecht heißt es am ersten Wochenende im August, wenn etwa 350 (!) Darsteller antreten, um an die „Schlacht von Oberhollabrunn- Schöngrabern“ zu erinnern. Authentisch geht es zu, wenn am Samstagmorgen der Appell geblasen wird und dann die Kavallerie eine Attacke gegen die zahlenmäßig überlegene Infanterie reitet. Doch keine Angst, es fließt kein Blut wie am16. November vor 201 Jahren, als es im Gebiet um Hollabrunn zur Schlacht mit den Franzosen kam und etwa 5000 Todesopfer zu beklagen waren.

Um Napoleons Expansionspolitik entgegenzutreten, hatten sich die Österreicher dem Bündnis Russlands mit den Engländern angeschlossen. Am 23. September 1805 erklärte Frankreich Österreich den Krieg und marschierte nahezu ungehindert der Donau entlang bis nach Wien. Nachdem die französischen Soldaten den Fluss überquert hatten, versuchten sie etwa 35.000 russische Soldaten einzuholen, damit sich diese nicht mit anderen russischen Armeeteilen und den österreichischen Truppen vereinigen sollten – man wollte vermeiden, dass der Gegner dann zahlenmäßig weit überlegen gewesen wäre.

Im Zuge dessen traf die 8000 Mann zählende Nachhut der Russen in Schöngrabern auf die Übermacht von 30.000 Franzosen. Tapfer schlugen sie sich und erreichten immerhin eine wichtige Verzögerung, sodass eine Vereinigung der Verbündeten möglich wurde. Im Dezember 1805 gipfelte die kriegerische Auseinandersetzung in der so genannten „Dreikaiserschlacht“ von Austerlitz in der Nähe von Brünn. Leo Tolstoi beschrieb in seinem weltberühmten Werk „Krieg und Frieden“ das historische Ereignis, das Napoleon für sich entscheiden konnte.

Immer wenn ein „Napoleon“ gebraucht wird, ist Mark Schneider zur Stelle. Er verkörpert seit vielen Jahren den Kaiser der Franzosen. Sei es im Film oder auch wenn die berühmtesten Schlachten wie Waterloo und Austerlitz nachgestellt werden. Doch er ist mehr als ein Schauspieler, nämlich ein anerkannter Historiker aus Amerika, der noch dazu Französisch spricht. Also die perfekte Besetzung, wenn Tausende Zuseher zu diesen historischen Spektakeln pilgern, um sich die bedeutenden Geschichtsereignisse gut vorstellen zu können.

Im Jubiläumsjahr war das Fest rund um die „Schlacht von Schöngrabern“ ein so großer Erfolg, dass man heuer daran anknüpfen möchte. Diesmal mit der Kavallerie im Mittelpunkt des Geschehens. Gefechtsdarstellungen, Lagerleben, historischer Markt, Musik und Handwerk runden das Programm ab.

Der Obelisk an der Straße zwischen Suttenbrunn und Schöngrabern erinnert an diese kriegerische Auseinandersetzung, in einer Zeit als Österreich noch lange keine schützende Neutralität hatte. Denken wir daran, bevor wir dieses wichtige Gut leichtfertig aufs Spiel setzen, und erfreuen wir uns täglich am Frieden, der in dieser Welt leider keine Selbstverständlichkeit ist!





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